Elektroauto laden: Mit neuen Ideen schneller zum Ziel

Der Ausbau der Elektromobilität nimmt langsam Fahrt auf. E-Autos sind auf deutschen Straßen immer häufiger zu sehen. Um weiter voran zu kommen, soll vor allem das Netz an öffentlichen Ladestationen ausgebaut und die Ladegeschwindigkeit optimiert werden. Innovative Start-Ups nehmen sich der Sache an und möchten das schnellere Laden von Elektroautos möglich machen. In diesem Beitrag stellen wir Ihnen eine neuartige Adapter-Technologie zum schnellen Laden der Akkus und die Schnell-Ladestationen von NewMotion vor.

Aktueller Stand: Elektroautomobilität in Deutschland

Elektroauto laden: Aktuelle Herausforderungen

Adapter-Technologie: Elektroautos laden in 10 Minuten

E-Auto schneller laden mit Schnell-Ladestationen von NewMotion

Aktueller Stand: Elektroautomobilität in Deutschland

In Deutschland nimmt die Zahl an E-Autos stetig zu. Zum 1. Januar 2019 waren laut Statistik in Deutschland etwa 83.200 Fahrzeuge gemeldet. Im Vorjahr waren es hingegen noch 29.000 weniger. Bei der zunehmenden Beliebtheit der Elektroautos ist es gut, dass Deutschland in den Ausbau der Infrastruktur für E-Autos investiert.

Das belegt eine aktuelle Untersuchung „EV Readiness Index“ von LeasePlan, einem weltweit operierendem Leasingunternehmen für Fahrzeuge. Die Studie wurde in 22 Ländern durchgeführt und untersucht die Umstellung auf Elektrofahrzeuge. Deutschland liegt demzufolge auf Platz 6 und hat damit bereits vier Plätze gut gemacht. Eine weitere Studie besagt, dass in Deutschland 2025 etwa 1,6 Millionen Elektroautos produziert werden und die E-Autos dann etwa 30 Prozent aller Fahrzeuge auf deutschen Straßen einnehmen werden. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg, denn die Technologie und die Funktionen von Elektrofahrzeugen sind noch nicht ausgereift. Für den täglichen Gebrauch besonders wichtig: Das zeit- und kostensparende Laden der E-Autos.

Elektroauto laden: Aktuelle Herausforderungen

Aktuell gibt es in ganz Deutschland etwa 15.000 öffentliche Ladestationen. Das ist in Anbetracht der Größe Deutschlands noch nicht besonders viel. Die meisten Stationen befinden sich zudem in Städten, da es dort das höchste Aufkommen an E-Autos gibt. Die fehlenden Lademöglichkeiten, besonders in ländlichen Gegenden, sind für viele Interessenten zunächst ein Grund, den Wechsel zum Elektrofahrzeug schon jetzt zu wagen. Die Lösung zu diesem Problem bietet die Wallbox für die heimische Garage, welche effiziente, sichere und komfortable Ladung im eigenen Heim ermöglicht.

 

 

Ladeleistung

Laudedauer

Steckdose

2,3 kW

bis zu 13 Stunden

Wallbox

3,6 bis 22 kW

2 bis 10 Stunden

öffentliche
Ladestation

11 und 22 kW bzw. 50 kW
bei Schnellladestationen

2 bis 4 Stunden

 

Wie schnell E-Autos sich aufladen lassen, hängt aber nicht nur von der Lademöglichkeit ab, sondern ganz entscheidend von der Akkutechnologie des Fahrzeugs. Heute laufen Elektroautos vornehmlich mit Lithium-Ionen-Akkus. Diese sind besonders leistungsfähig und leiden nicht am sogenannten Memory-Effekt. So wird verhindert, dass sich die Aufladefähigkeit von Ladegang zu Ladegang stetig verringert. Grundsätzlich gilt: Je mehr Kilowattstunden ein Akku speichern soll, desto teurer ist das Auto. Mit den gespeicherten Kilowattstunden steigt natürlich auch die Reichweite des Autos, da die Autobatterie in einem Ladegang mehr Energie speichern kann.

Um schnell wieder auf die Straße zu kommen, ist das Konzept der Schnellladung für  E-Autofahrer oftmals interessant, da herkömmliche Ladevorgänge je nach Fahrzeug mehrere Stunden benötigen. Ein Großteil der Elektroautos ist aber noch nicht auf häufige Schnellladungen ausgelegt. Die enorm starke Energiezufuhr schadet der Batterie. Daher kann es bei häufigen Schnellladungen zu einer erheblichen Reduktion der Lebensdauer der Akkus kommen. Um mehr Autofahrer von dem Wechsel zum Elektrofahrzeug zu überzeugen arbeiten zwei Start-Ups derzeit an der Weiterentwicklung und Optimierung von Ladestationen sowie an innovative Energiespeichern.

Adapter-Technologie: Elektroautos laden in 10 Minuten

Die Vision eines kanadischen Start-Ups  ist, dass zukünftig die Ladung eines Elektroautos nur noch wenige Minuten Ladezeit benötigt. So soll ein herkömmliches E-Auto mit einem Akku von einer 60 kWh-Ladekapazität in nur zehn Minuten vollständig geladen sein. Das Tolle daran: Von einer solchen Technologie zum schnellen Laden würden auch Besitzer von jetzigen Elektroautos profitieren, denn die Innovation liegt in einem kleinen Adapter. Dieser wird vor dem Laden an dem Ladeanschluss des Fahrzeuges angebracht. Anschließend lädt das E-Auto an einer Schnellladesäule. Diese gelten heute mit einer Leistung von bis 50 kWh schon als schnell. Aber: Wenn das Unternehmen das Laden eines 60-kwH-Akkus in zehn Minuten realisieren möchte, braucht es eine Leistung von etwa 360 kW. Das Start-Up möchte diese Leistung mittels einer Kombination aus Elektronik und Software-Algorithmen ermöglichen. Die größte Herausforderung ist die enorme Hitzeentwicklung in den Zellen des Akkus, die nach und nach die Zellchemie zerstört und damit die Ladeleistung beeinträchtigt. Diese Technologie optimiert die Ladeleistung bei konstanter Temperaturregulation. Externe Tests wurden bisher noch nicht durchgeführt und das Start-up hält sich bisher noch bedeckt.

E-Auto schneller laden mit Schnell-Ladestationen von NewMotion

Solange Autofahrer auf die angekündigte Adapter-Technologie warten, bietet NewMotion eine Übergangslösung. NewMotion ist aktuell der größte Anbieter von Ladestationen. Etwa 100.000 registrierte Nutzer laden ihre E-Autos an einer der 50.000 öffentlichen Ladesäulen in 25 Ländern auf. 39 Prozent der Kunden kommen aus Deutschland und können hier auf 10.000 Ladestationen zugreifen. Neben öffentlichen Ladestationen bietet das Start-Up auch Wallboxen für Zuhause an. Seit 2017 gehört NewMotion zur Shell Unternehmensgruppe. Gemeinsam möchten die Unternehmen das Netz für Ladestation weiter ausbauen, wobei sie auf Shells bestehende Strukturen im Bereich Strombezug zurückgreifen können.

Bereits jetzt ist das NewMotion-Netzwerk gut ausgebaut und liefert viele Vorteile. Über eine App können Nutzer einfach eine der vielen Ladestationen finden. Außerdem erhalten sie schnell Informationen zu den aktuellen Ladetarifen, der geschätzten Ladedauer und den Kosten der aktuellen Ladesitzung.

An vielen Stationen ist es bereits möglich, den Ladevorgang per App zu steuern. Die Abrechnung erfolgt über die persönliche Ladekarte. Das Start-Up bietet verschiedene Modelle für den gewerblichen und privaten Gebrauch an, die um vielfältige Services und Funktionen ergänzt werden können. An den NewMotion-Ladestationen soll das Laden bis zu 60 Prozent schneller als an einer herkömmlichen Steckdose gehen. Voraussetzung: Ein leistungsfähiger Akku.

Ein optimaler Netzausbau der Ladestationen und E-Autos mit verbesserter Ladekapazität: Eine wirkliche Wende hin zum Elektroauto hängt langfristig entscheidend von der Weiterentwicklung beider Komponenten ab. Erfahren Sie hier mehr zu der Zusammenarbeit von Shell und NewMotion.